Was ist zu beachten?

Moderne Fenster bieten einen deutlich besseren Wärmeschutz als frühere Produkte. Das birgt jedoch die Gefahr von Feuchtschäden, denn alte, schlecht gedämmte Fenster bilden häufig den kältesten Punkt im Raum- es entstehen Kältebrücken. An ihren Scheiben schlägt sich am ehesten die Raumfeuchte nieder. Dämmt hingegen das Glas besser als die Außenwand, sammelt sich die Feuchtigkeit in der Wand, sie beginnt zu schimmeln. Deshalb gilt es, vor dem Fensteraustausch abzuklären, ob weitere Sanierungsmaßnahmen nötig sind.

Dämmwerte
Das Rahmenmaterial ist für den Dämmwert eines Fensters nicht so entscheidendl – er nimmt bei der Wärmedämmberechnung  rd. 10 % ein, bei großen Fenstern noch weniger. Der Dämmwert (U-Wert) eines modernen Standardglases liegt bei 1,1 W/2K. Dreifachverglasungen erreichen deutlich bessere Werte von 0,7 W/2K oder 0,5 W/2K. Die Mehrkosten für eine Dreifachverglasung von ca. 30 % werden durch die in den folgenden Jahren ersparten Heizkosten ausgeglichen.Eine Luft- oder Edelgasfüllung zwischen den zwei oder drei Glasscheiben verbessert den Dämmwert der Scheibe.

Bedampfung
Die innen liegende Glasscheibe eines Fensters wird heute zumeist speziell bedampft. Die nahezu unsichtbare Beschichtung reflektiert die Wärmestrahlung des Raumes, lässt Sonnenstrahlen aber fast ungehindert durch. Das verbessert die Dämmung zusätzlich. Man spricht von einem Solargewinn im Innenraum.

Einbau
Ist das Glas auch noch so hochwertig und werden Fenster dank Mehrfachverdichtungen immer undurchlässiger, garantiert erst der fachgerechte Anschluss an das Mauerwerk eine perfekte Dämmung. Früher wurde der Spalt zwischen Fenster und Wand nur mit Glaswolle oder Montageschaum aufgefüllt. Heute sind verschiedene Materialien gleichzeitig im Einsatz – angepasst an die spezielle Einbausituation. Das sind etwa diffusionsdichte Innenbänder, dazwischen Schaum, dann diffusionsoffene, komprimierte Außendichtbänder, die sich der Maueroberfläche anpassen.

 

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